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Unser Pavillon auf Facebook

14. April

Die Skulpturen-Plattform des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart sollte eigentlich zum neuen Standort UNSERES PAVILLONS werden, nachdem die Aufstellung "schwebend über dem Eckensee" am Widerstand des Finanzministeriums gescheitert ist. Nach der Intervention desselben Ministeriums kann  UNSER PAVILLON nun auch dort nicht seine Aufgabe für den Widerstand gegen S21 übernehmen. Das PAVILLON-Team hat sich daher auf pavillonistische Aktivitäten verlegt, die auch ohne diese Architektur auskommen. Die Skulpturen-Plattform  beim WKV wurde zu UNSERER PLATTFORM erklärt, jeden Samstag ab 16 Uhr findet dort nun eine Veranstaltung statt, bei der sich interessierte Bürger öffentlich äußern können zu den Themen die uns bewegen: "WEM GEHÖRT DIE STADT?", "WAS HEIßT FORTSCHRITT?" und "WAS KÖNNTE DEMOKRATIE SEIN?". In den nächsten Wochen werden dazu verschiedene Gäste eingeladen, am kommenden Samstag wird das Thema "Bürgermeister-Wahl" öffentlich verhandelt.

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4. April

In der Unterführung am Rande des zerstörten Stuttgarter Schlossgartens fand heute eine künstlerische Aktion unter dem Titel "Letzte Suppe (Last SOUP)" statt: ein Streichertrio, zum Quartett ergänzt durch eine singende Säge, spielte klassische Musik, dazu dinierten geladene und ungeladene Gäste an einem Tisch, der mit einer Tischdecke aus dem Besitz des letzten württembergischen Königs bedeckt war. Obdachlose Menschen machen sich lautstark im Hintergrund bemerkbar, im Hintergrund ist der zerstörte, baumlose Schlossgarten zu sehen. Eine deutsche Großstadt im Frühjahr 2012.

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25. März

Auf der Plattform des WKV, an der Stelle, an der das Finanzministerium die Aufstellung "UNSERES PAVILLONS" verhindert, weil er ein "Symbol des Widerstandes gegen S21 ist", treffen sich regelmäßig jeden samstag um 16.30 die PAVILLONISTINNEN und beraten über die nächsten Pavillonistischen Interventionen. Eine sehr fruchtbare Arbeitsatmosphäre hat an diesem Samstag viele neue Ideen hervorgebracht. Unter anderem wurde ein Arbeitspapier vorgestellt, das PAVILLONISMUS näher definiert und so in Zukunft die Vervielfältigung pavillonistischer Subversion in vielen kleinen, unabhängig agierenden Zellen ermöglicht, dadurch wir UNSER PAVILLON zu einem Graswurzel-Phänomen und praktisch unaustilgbar. Wenn unsere "Gegner" gahnt hätten, was sie mit dem "PAVILLON-Verbot" bewirken, sie hätten es sich zweimal überlegt. Nun ist es zu spät, ab sofort heißt es: SCHAFFT EIN, ZWEI, VIELE PAVILLONS!

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Auch Dora Asemwald und Thea Schattenwald haben heute den Ort besucht, an dem die Aufstellung "UNSERES PAVILLONS" vom Finanzministerium Ba-Wü aus politischen Gründen verhindert wird

21. März

UNSER PAVILLON wird heute genau ein Jahr alt, am Frühlingsanfang 2011 ist er nachts subversiv im Park erschienen und hat fast ein ganzes Jahr intensiv dort gearbeitet dank vielere engagierter Menschen. Ihnen sei an an dieser Stelle herzlich gedankt! Zum Jahrestag erschien UNSER PAVILLON jetzt an seinem angestammten Standort in Form einer Grundriss-Zeichnung und einiger leibhaftiger PavillonistInnen. Zahlreiche Passanten nahmen Anteil an unserer Wiedergeburtsfeier und brachten sich mit spontanen kulturellen Beiträgen ein. UNSER PAVILLON lebt!

http://youtu.be/K6PfO14cDyU

 

16. März

Heute Nacht ist "UNSER PAVILLON" seinem Ziel schon ein gutes Stück näher gekommen, zumindest virtuell. Eine nächtliche Projektion zeigt ihn schon mal schwebend über den Wassern des Eckensees.

 

 

10. März

"UNSER PAVILLON" macht schon wieder die ersten vorsichtig-subversiven Schritte in den öffentlichen Raum. Über die Plattform des WKV , in dem er z.Z. Asyl gefunden hat, bewegt er sich "en miniature" in Richtung Eckensee, seinem anvisierten, adäquaten Standort im öffentlichen Raum.

Wer Großes will. muss klein anfangen.

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3. März

Zum ersten Mal seit der Parkzerstörung fand  das "OFFENE MIKROPHON" am Samstag-nachmittag wieder an unserem angestammten Ort beim "Stuttgarter Tor" statt. Waren es beim letzten mal nur 3 Personen, so waren es heute schon 12, die sich zufällig einfanden und das Angebot gerne  wahrnahmen zu schweigen. Wenn das so weitergeht sind es beim nächsten mal 144 und übernächste Woche 20 736. Dann wird es eng zwischen den Bauzäunen.

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21. Februar

"UNSER PAVILLON" lebt, er hat sich derzeit zum Schrecken seiner Gegner in einen materiellen Teil und einen lebendigen Teil verdoppelt.  Während der materielle Teil sich im Schutz der Kunst (im WKV) derzeit noch von den Strapazen des Umzugs erholt, ist der lebendige Teil quitschvergnügt im öffentlichen Raum zugange. Hier unsere unermüdlichen HauptaktivistInnen bei einem Beitrag zum Rosenmontags-Umzug

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16. Februar

 

Hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse rund um den Abtransport „UNSERES PAVILLONS“ aus dem Stuttgarter Schlossgarten:

Trotz schriftlichen und telefonischen Kontaktes mit der für die Park-Räumung zuständigen Einsatzleitung der Polizei, bei dem der Abtransport am Folgetag zugesagt wurde, haben am Morgen des 15. Februar Bauarbeiter sich unbefugt am PAVILLON zu schaffen gemacht, ohne dass die Polizei dagegen einschritt. Nur ein beherztes Eingreifen von Beobachtern von außen(Danke!) konnte die Zerstörung des Pavillons verhindern.

Unserem Abbau-team wurde für die Zerlegung des Pavillons von der Polizei eine extrem knappe Frist  gesetzt, bis 12 Uhr am Folgetag sollte alles abtransportiert sein. Mit unseren zahlreichen engagierten HelferInnen wäre das eigentlich zu bewerkstelligen gewesen, wäre nicht eine permanente Behinderungsstrategie dazwischengekommen, als  deren Quelle  sich später das Finanzministerium ( als Verwalter der Landes-Liegenschaften, oberster Dienstherr Nils Schmid) herausstellte.

Zunächst wurde die Abfahrt unseres Transportfahrzeuges schikanös verzögert durch zahlreiche polizeiliche Überprüfungsmaßnahmen. Bei den dabei stattfindenden Telefonaten der Beamten mit sehr hohen Stellen wurde langsam klar, dass es darum ging, uns keinen neuen Standort in Stuttgart zu ermöglichen.

Wir hatten vor 8 Wochen sowohl  an Herrn MP Kretschmann, an die Staatsrätin für Bürgerbeteiligung Erler und an Finanzminister Schmid (zuständig für öffentliche Parkanlagen des Landes) die Neukonzeption  UNSERES PAVILLONS geschickt, die eine Neuaufstellung im Oberen Schlossgarten- anvisierte. Herr Kretschmann hat bis dato nicht reagiert, die Staatsrätin für Bürgerbeteiligung Erler hat uns von einem Mitarbeiter telefonisch  ausrichten lassen, sie sei für derartige Partizipations- Projekte nicht die richtige Adresse, Nils Schmid Ministerium hat kurz vor dem Räumungstermin (nach 8 Wochen) einen ablehnenden Bescheid geschickt mit der Begründung, der Schlossgarten sei eine denkmalgeschütztes Ensemble, außerdem würden wir die Enten auf dem Eckensee mit unserer künstlerischen Installation stören. Diese Begründung ist nach den neuen Ereignissen als Schutzbehauptung entlarvt

Nach dieser Absage  haben wir so schnell wie möglich nach einem Ort für eine kurzfristige  Zwischenlagerung gesucht, bis wir zu einem späteren Zeitpunkt  auf dem "Verhandlungsweg" unser Anliegen umsetzen können: ein prominenter und angemessener  Aufstellungsort im Herzen Stuttgarts für die soziale Plastik "UNSER PAVILLON".

Als vorübergehendes "Asyl" haben wir in dieser schwierigen Lage dann die Skulpturenplattform hinter dem Württembergischen Kunstverein als vorübergehendesr Zwischenlagerung anvisiert.

Kurz nach der um eine Stunde verzögerten Ausfahrt stoppte unsere Polizei-Eskorte plötzlich mitten auf der Strasse und wir wurden informiert, dass sich "höhere Stellen" mit uns inzwischen befassten. Nach zahlreichen Telefonaten  der Beamten kam dann nach einer weiteren Stunde folgende Information: Wir dürfen mit UNSEREM PAVILLON auf gar keinen Fall auf das Gelände des WKV, das im Besitz des Liegenschaftsamtes ist(zuständiger Minister:  Nils Schmid), wir sollten das Stadtgebiet umgehend verlassen. Verantwortliche Stelle für diesen Befehl  sei das Liegenschaftsamt, Namen durften uns nicht genannt werden Dass damit der ganze Zeitplan nicht mehr einzuhalten war (inzwischen war es schon nach 12 Uhr) war klar, der Abtransport UNSERES PAVILLONS sollte offensichtlich vereitelt werden.

Wir haben gegen dieses Vorgehen scharf protestiert und den Beamten erklärt, dass wir dennoch unsere Fahrt zum WKV fortsetzen würden. Am WKV angekommen erfuhren wir vom Leiter des Hauses, Hans Christ, dass ihm inzwischen von Seiten des Liegenschaftsamtes telefonisch mitgeteilt wurde, wir dürften auf keinen Fall auf dem Gelände des WKV  UNSEREN PAVILLON plazieren mit der Begründung, "ein als sichtbares Symbol des Widerstandes erkennbares Kunstwerk würde hier nicht geduldet".. Daraufhin bot er uns entgegenkommenderweise an, die Einzelteile des Pavillons vorübergehend im Gebäude selbst einzulagern.

Unser Zeitplan war durch diese Taktik inzwischen nicht mehr einzuhalten, bei der zweiten notwendigen Einfahrt in den Schlossgarten wurden wir nicht mehr eingelassen mit der Begründung unserer Ultimatum sei abgelaufen. Nach Telefonaten unsererseits mit dem sog. "Kommunikationsbüro S21" (zuständig für alle Vorgänge rund um  die Parkzerstörung) sowie dank der Unterstützung unserer Eskort-Beamten  konnten wir das "Ultimatum" dann doch noch verlängern und die Bergung der restlichen PAVILLON-Elemente durchführen.

Wir halten diese Ereignisse für nicht akzeptabel und als eine Überschreitung einer Grenze, die bei allen Demokratisch gesinnten Bürgern die Alarmglocke auslösen muss: Eine Behinderung von Kunst in diesem Ausmaß und mit dieser eindeutig politischen (!) Begründung ist eine neue Dimension der politischen Kultur in Stuttgart.  Wir sind daher an einer Klärung dieser Vorgänge interessiert und an einer öffentlichen Debatte über die derzeitigen Veränderung der politischen Kultur in Stuttgart.

 

 

13. Februar

Heute morgen um 7 Uhr habe ich den Park verlassen müssen, in mir noch die vielen Bilder einer langen Nacht der lebendigen, herzlichen, liebevollen, achtsamen, phantasievollen und kreativen Schlossgartenkultur. 5 Stunden später war ich wieder dort, um die Zerstörung UNSERES PAVILLONS (trotz Zusage der Einsatzleitung, dass dies nicht sofort geschieht) zu verhindern. Seither stehe ich unter Schock: Eine verwüstete Mondlandschaft, die kreativen Werke der Parkbewohner mit Planierraupen plattgewalzt und zu Schutthäufen aufgetürmt, erste gefällte Bäume, alles durchzogen mit hässlichen Bauzäunen, überall noch behelmte Polizisten, dazwischen gut gekleidete Damen und Herren,mit wichtigen Gesichtern und Plänen in den Händen. Zwei Kulturen sind hier aufeinandergeprallt, die MEHRHEITSKULTUR hat gesiegt. Meine nicht.

Anbei das letzte Bild des PAVILLONS während der Räumung festlich geschmückt:

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6. Februar.

Zahlreiche Kongress-teilnehmerInnen der "STUTTGART OPEN FAIR" haben sich heute bei "UNSEREM PAVILLON" trotz eisiger Kälte zu einem "Stadtspaziergang" getroffen. Anliegen war das Gespräch über die Frage "Wie wollen wir in Zukunft in unseren Städten leben" anhand konkreter Beobachtungen in Stuttgart. Unsere "BEOBACHTUNGSTAUBE" begrüßt die TeilnehmerInnen von der Beobachtungsplattform für "self-embedded artists" herab

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27. Januar

UNSER PAVILLON ist jetzt als OBSERVATORIUM URBABNER PHÄNOMENE final aufgerüstet. Mit Bezug auf das in Art. 5 des Grundgesetztes verankerte Recht auf freie Ausübung von Wissenschaft und Kunst wird unser Kamerateam seine fortlaufende Dokumentation über das Geschehen im Stuttgarter Schlossgarten auch in der letzten Phase weiter führen. Auch die "embedded journalists" werden von "self-embedded artist" bei ihrer Tätigkeit als Teil der Inszenierung dokumentiert.

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20. Januar

Der Tag war so schön im Park, das Café SOLAIRE hat sich nach der Vertreibung vom Südflügel kurzerhand vor UNSEREM PAVILLON niedergelassen und hat mit liebevoller Dekoration zahlreiche BesucherInnen angelockt. Ein friedfertiger Ort der gepflegten Diskussionskultur. So sind die K21-Freunde. Und in der Nacht zeigte dann wieder mal S21 sein wahres Gesicht: starke Polizeikräfte riegelten den Bereich um die Röhre ab und ermöglichten das völlig sinnfreie Schreddern von 30 Bäumen. Dieser Bereich wird erst  genutzt für Baumaßnahmen wenn- villeicht am St. Nimmerleinstag- das Planfeststellungsverfahren für die Filderbahnplanung abgeschlossen ist und eine Baugenehmigung vorliegt. Die Wut der Kopfbahnhoffreunde wird immer ohnmächtiger, angesichts der Rücksichtslosigkeit , mit der die Bahn mit Unterstützung der rot-grünen Landesregierung Fakten schafft für ihre Pläne. Die Bilder des zerstörten Ortes kursieren im Internet und lassen  böse Vorahnungen aufkommen, wie es weitergeht in Schuttloch. Wir ersparen unseren Lesern diesen schrecklichen Anblick und zeigen hier, wie die bessere Hälfte der Menschheit sich am Samstag betätigt hat.....

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13.Januar

Ein paar Tage lang haben engagierte BürgerInnen nun vor dem Südflügel das "Café Solarbahnhof" betrieben, nun hat es damit schon wieder ein Ende. Gestern Nacht kam es zu einem Polizei-Großeinsatz, bei dem ein paar tausend Polizisten die protestierenden BürgerInnen vom Bahnhofs-Südflügel vertrieben und die Aufstellung eines Bauzauns ermöglichten. Trotz der Absurdität dieser Maßnahme- die Genehmigungsverfahren für das Projekt S21 sind noch längst nicht abgeschlossen,der Bahnkonzern will schnell mit dem Abbruch des kulturdenkmals "Bonatz-Bau" Tatsachen schaffen, -blieben die Stuttgarter BürgerInnen friedlich. Die Räumung hatte teilweise sogar skurile Züge, so z.B. wenn die S21-GegnerInnen zwischen den Polizisten Polka tanzten. Den Vogel der Absurdität schoss aber die Stuttgarter Zeitung ab: Stunden bevor die Polizei auftauchte wurde von den Demonstranten ein Bericht der Freitags-Ausgabe vorgelesen, in dem schon minutiöns die erfolgreiche Räumung in Vergangenheitsform beschrieben wurde. Wie tief Journalismus sinken kann,ist unglaublich: statt in kritischer Berichterstattung übt die StZ sich jetzt in vorauseilendem Erfindungsjournalismus. Soll man da lachen oder weinen?

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12. Januar

"UNSER PAVILLON" hat seine schwarze Hülle wieder fallen lassen und präsentiert sich jetzt als "Sanitätsstation" der Demo-Sanitäter. Die Bewegung bereitet sich nicht nur mental auf die bevorstehende Abriegelung des Südflügels vor, auch für alle Eventualitäten bei dem kommenden Polizei-Einsatz will man gerüstet sein. Das Versagen der Einstzleitung am 30. September, bei dem keine Sanitäter vor Ort waren ,ist noch in bester Erinnerung. Bleibt zu hoffen, das der neue Polizeipräsident und die neue Landesregierung tatsächlich wieder zu einem Einsatz-Stil zurückkehren, der einem demokratischen Gemeinwesen entspricht.

 

10. Januar

Der Park wird nun doch nicht wie angekündigt am 12. Januar geräumt, der Polizeipräsident von Stuttgart ist so vernünftig, dass er keine Räumung riskiert und eine längerfristige , personalintensive Bewachung des Zaunes, solange gar nicht klar ist, dass der Bahn-Konzern überhaupt die Bäume im geplanten Umfang fällen darf. Während "UNSER PAVILLON" sich schon für die möglichen Auseinandersetzungen gerüstet hat und die Demo-Sanitäter ein mobiles Lazarett eingerichtet haben, konzentriert sich der Widerstand aktuell auf die Verteidigung des Südflügels. Ein "Solar-Café" hat sich direkt vor dem Gebäude niedergelassen, Tag und Nacht sind AktivistInnen dort zugange und schenken heiße Getränke an die durchfrorenen Freunde des Kopfbahnhofes aus. Die haben sich schon mal warm angezogen in Anbetracht der kommenden Ereignisse. Am Samstag fand ein beeindruckender Schweigemarsch durch Stuttgart statt und bei der gestrigen Montagsdemo direkt vor dem Südflügel wurden nochmals leidenschaftliche Plädoyers für den Erhalt des Kopfbahnhofs abgegeben. Allen ist jedoch klar, dass jetzt nur noch ein Wunder den Bahn-Konzern von seinen barbarischen Abriss-Plänen abhalten kann

 

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12. Dezember

Viel Irritation unter den "Parkschützern" und "Parkbewohnern" löst derzeit das äußere Erscheinungsbild von UNSEREM PAVALLON aus. Für viele ist seine derzeitige Farbe, die Farbe Schwarz nur als Ausdruck von Trauer und Hoffnungslosigkeit zu verstehen. Dieser verkürzten Sichtweise ist eine unbefangene, wahrnehmende Sichtweise anzuraten: Schwarz kann viele Emotionen ansprechen, es kann auch kraftvoll, erotisch und elegant erlebt werden.  Mit offenen Sinnen kann auch wahrgenommen werden, dass die Farbe Schwarz durch einen FILZÜBERZUG des PAVILLONS zustande kommt.  Und wer bei Filz nur an "politischen Filz" denken kann, dem ist anzuraten, einfach mal einen Filzhut aufzusetzen. Dann wird es nämlich warm am Kopf! Was mit "warm anziehen" auf der Schrifttafel gemeint ist, ist also ebenso interpretationsoffen. Was und wer hier gemeint ist, Freund oder Gegner des Kopfbahnhofes, ist dem Leser selbst überlassen. Der PAVILLON argumentiert ästhetisch, liebe Freunde!

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29. November

Die Argumente für  den Kopfbahnhof und alle Informationen über die Problematik von S21 wurden im und am PAVILLON  abgehängt, der Argumente sind genug getauscht. Rationale Argumentation war offensichtlich die falsche Strategie, die Infosäulen sind jetzt schwarz gestrichen.

 

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27. November

Die Baden-Württemberger haben abgestimmt, die Mehrheit hat sich gegen den Ausstieg aus der Finanzierung von S21 entschieden. Die Argumente der K21_Bewegung haben die Mehrheit der Abstimmenden nicht erreicht, die Landesregierung hat sich sofort beeilt, den Bau des geplanten Tiefbahnhofs  nun zu ermöglichen und "kritisch zu begleiten" . Die K21-Bewegung steht unter Schock.

 

 

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14. November

In "Unserem Pavillon" gibt sich derzeit Dora Asemwald, die beliebte Stuttagrter Kunstfigur, die Ehre. Ihre Assistenten Martin Zentner und Karin Rehm präsentieren das Projekt "Loch 21". Statt einen Tiefbahnhof zu vergraben, den in 100 Jahren kein Mensch mehr interessiert, schlägt dieses Projekt vor, in Stuttgart das größte Loch der Welt zu buddeln. Selbstverständlich mit aktiver Bürgerbeteiligung. Dazu kann man im Pavillon schon mal auf einem Luftbild von Stuttgart mit einem roten Fähnchen die Stelle markieren, an der man gern mit dem Loch anfangen würde. Bei der Eröffnung wurde davon auch schon reger Gebrauch gemacht. Jetzt haben die S21-Befürworter auch mal eine Chance sich konstruktiv in das Bürger-Engagement einzubringen und ihre latent destruktive Energie- die sich derzeit vor allem gegen die VA-Plakate der K21-Bewegung richtet- in ein befriedendes Projekt umzuleiten. Also Schäuffele mitbringen und losbuddeln! Ein Anfang ist schon mal gemacht mit der Loch-Markierung von Kurt Grunow direkt vor dem Pavillon.

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28. Oktober

Auch an diesem Samstag war der Zuspruch zum "OFFENEN FORUM" am Pavillon wieder sehr groß. Unter reger Beteiligung des Publikums wurde der Zusammenhang zwischen dem S21-Projekt, dem Volksentscheid, der Demokratie-Krise und der sog. "Finanzkrise" dikutiert. In der Diskussion wurde deutlich, dass alle diese Probleme miteinanander zusammenhängen, dass sie Auwirkung einer neoloberalen Politik sind, die unsere Städte, unsere Wirtschaft, unsere Demokratie und unserer Umwelt zu Grunde richtet. Positiv wurde jedoch auch darauf aufmerksam gemacht, dass diese Krise eine Chance ist zu einer zeitnotwendigen Bewusstseins-Entwicklung. Gerade die weltweiten Bewegungen für mehr DEmokratie und die "occupy-Bewegung" geben Hoffnung, dass sich das Denken vieler Menschen gerade verändert und immer mehr aktiv werden für eine andere Zukunft. S21 ist überall.

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit ereignete sich dann ein Wunder im Schlossgarten.

 

 

Amateurvideo aufgenommen am 28.10.2011 bei der "Grundwasser-Managementanlage" des Projektes S21 im Stuttgarter Schlossgarten. Angeblich haben mehrere Augenzeugen während der 3maligen Marien-Erscheinung die Worte gehört: "Das Wasser lassen". Die Video-Aufnahme ist leider ohne Ton.

 

 

21. Oktober

 

Im Sommer 2011 erging ein Aufruf an die vielen Photographen, die besonders montags, aber auch die ganze Woche über Tag und Nacht in Stuttgart und in der weiten Welt den Widerstand gegen das Milliardengrab in all seinen Facetten dokumentieren: In den drei Themenbereichen Urlaub, Widerstand und Grafiken konnten Bilder als Dokumente unserer Haltung eingesandt werden. Diese Bilder ( meist im Format DINA4) gibt es nun im Pavillon („Unser“!) zu sehen – ab Freitag, 21. Oktober, 17:00 ( Eröffnung ) und noch eine Weile danach.

Vom Schnappschuss am Straßenrand bis zum kunstvollen Arrangement, von der dokumentarischen Aufnahme bis zum anrührenden Stimmungsbild (und vielem mehr) zeugt diese Sammlung vom anhaltenden, kreativen Widerstand, in dem sich Frohsinn, ätzende Kritik und lässige Beharrlichkeit widerspiegeln. Vor allem aber: Die persönliche, oft emotionale Beteiligung fernab von den verkünstelten Anstrengungen bezahlter Propagandaprofis.

 

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15 Oktober

Über 4000 Menschen sind zur Demonstration in Stuttgart gekommen und haben ihrer Empörung über das herrrschende Finanzsystem Ausdruck gegeben. In Stuttgart blieb die Versammlung friedlich, in Berlin ging die Polizei mit Pfefferspray gegen die Demonstranten vor, in San Franzisko ebenfalls und in Rom brannten Autos. Die Demonstranten in Stuttgart hatten Gelegenheit im Anschluss an die Abschlusskundgebung im Schlossgarten bei UNSEREM PAVILLON via live-Übertragung in Verbindung mit dem internationalen Geschehen zu treten, die nächtliche Stimmung war trotz Kälte dementsprechend heiß

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30. September

Zum Jahrestag des "schwarzen Donnerstages" hat sich die Bewegung viel einfallen lassen, schließlich geht es um eine Art "Gründungsmythos" dieser bewundernswürdigen  Bewegung. Ein richtiges "Volksfest" fand im Park statt mit zahlreichen Infoständen, einer Bühne mit Kulturveranstaltungen und Reden, eine Kundgebung auf dem Schlossplatz sowie ein beeindruckender nächtlicher Schweigemarsch durch die Innenstadt. "UNSER PAVILLON" zeigt dazu eine Ausstellung mit "Protestequipment", die witzige und schlagfertige Kreativität des Widerstandes zeigt sich darin.

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weitere Bilder der Ausstellun von  Alexander Schäfer dazu unter:

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22. September

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"UNSER PAVILLON" hat einen Grund zum feiern: seit genau einem halben Jahr steht er unbehelligt illegal im Schlossgarten und gibt sein Bestes für den S21-Widerstand. Zum Geburtstag gab es noch ein ein kleines Präsent: "WIR SIND SOUVERÄN" prangt nun in goldenen Lettern an der Stirnseite und begrüßt alle, denen noch immer nicht klar ist, wer in einer Demokratie der Chef ist. WIR GRATULIEREN!

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11. September

Mutwillige Beschädigungen und "Der nagende Zahn der Zeit" haben die Schönheit von "UNSEREM PAVILLON" etwas leiden lassen. dazu kam ein gewisser Erschöpfungszustand des (leider nach wie vor recht kleinen) Teams  der Betreiber_innen.  Einigermaßen aus dem wohlverdienten Sommer-Urlaub als berufs-Demonstrant_innen zurückgekehrt, haben wir uns an die Renovierung unseres Prachtstückes gemacht. Dank der tatkräftigen, unersetzlichen  Initiative von Sabine erstrahlt "UNSER PAVILLON" nun in neuem Glanz und freut sich auf viele Gäste bei der kleinen Geburtstagsfeier anlässlich der inzwischen  1/2-jährigen Aufstellung im Park

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Vernissage der Photoausstellung mit Fotos von Peter Franck, Frank Bayh und Rosenberger-Ochs, die die Zeltstadt im Park dokumentiert haben. In Zusammenarbeit mit der Galerie Dora Asemwald!

Dora Asemwald: "Es wurde ja auch höchste Zeit! Das Brachliegen meiner Galerie war mir eh ein Dorn im Auge, jetzt hab wieder was am Start. Diesmal geh ich aus dem Haus, in den Stuttgarter Schlossgarten. Dort steht „Unser Pavillon“, der einst als Camera Obscura den Bahnhof abbildete, jedoch zum Veranstaltungs- und Ausstellungsort für den kreativen Widerstand gegen den angedrohten Erdbahnhof mutierte. Heute ist da immer was los, nette Freiwillige kümmern sich um Besucher, hören sich Schimpftiraden jener an, die lieber eine Baugrube als die Zelte im Park hätten. Genau der richtige Ort und die richtigen Leute, um eine schöne Ausstellung zu machen."

Ort: Unser Pavillon, Mittlerer Schloßgarten, Stuttgart

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Am Freitag, 12. 8. 2011 fand die Eröffnung der Ausstellung „Wem gehört der Bahnhof?“ von Peter Schmidt im Pavillon statt. Seitdem ist ein von ihm in Zusammenarbeit mit Sigi Landes gebautes und geradezu überwältigend detailliert gestaltetes Bahnhofsmodell im Pavillon zu besichtigen, das sich kritisch und doch liebevoll mit der Lebens- und Konsumwelt eines typischen, deutschen Bahnhofes auseinandersetzt. Großformatige Fotografien aus Details der Anlage sind käuflich vom Künstler zu erwerben.


http://www.oma-maier.de/

Eröffnunsgrede und Künstlergespräch:

 

Bei den beiden letzten Treffen des Offenen Forums der Bürger am Pavillon wurden unter anderem die Eigentumsverhältnisse am Schlossgarten, die Finanzierungsvereinbarungen, die Ausstiegsmöglichkeiten aus den Verträgen und vor allem die „vorsätzlich arglistigen Täuschungen“ der Bahn, wie sie ein Teilnehmer bezeichnete, unter Mithilfe der damals verantwortlichen Politiker diskutiert.

Das Verhalten der derzeitigen Regierung wurde heftig kritisiert, vor allem das der Grünen, deren Wähler sich getäuscht fühlen. Es wurden interessante Vorschläge gemacht. Auch weitere juristische Schritte wurden diskutiert. Einig ist man sich, dass das wichtigste Instrument des Widerstands die zahlreichen Veranstaltungen sind, gut besuchte Kundgebungen, die Blockaden, der Aufenthalt im Park und letztlich auch das offene Forum am Pavillon. Die zunehmenden Teilnehmerzahlen an dem Forum zeigen, dass ein großer Bedarf besteht, sich aktiv einzubringen.

Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse in Leonberg wurde am letzten Samstag angesprochen, ob und inwiefern Grundstückseigentümer von der Bahn entschädigt werden, wenn ihre Häuser durch die Tunnelgrabungen beschädigt werden. Es wurde von Schreiben an die Grundstückseigentümer berichtet, in denen diesen per Unterschrift quasi ein Blankoverzicht auf Regressansprüche abverlangt würde.

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Oral History - Mit Sibylle Mulot als Gast: Sie hat einen besonderen Bezug zur Bahn, der Großvater war Bahnhofsvorstand in Reutlingen

Es beginnt im Zug Lindau – Paris, Grenzerfahrungen und Zollverwicklungen in den Basler Bahnhöfen, zwei Frauen, die sich sonst wohl nie begegnet wären, erzählen sich ihre Lebensgeschichte. „Diese Geschichte hat mir die Bahn geschenkt“, erklärt Sibylle Mulot, und liest aus ihrem Roman „Das Horoskop“. Ein wunderbares Beispiel wie aus einem Bahn-Erlebnis Literatur wird. Doch für die meisten in der diskussionsfreudigen Pavillonrunde heißt das Geschenk der Bahn: Verspätungen, keine Anschlüsse, wenig Service und am Ende werden wir abgehängt. „Der TGV Paris – München fällt angeblich bei S21 weg“, sagt jemand. Nur ein Gerücht, oder der Anfang vom Ende der „Magistrale“?

Nächster Termin: 31. Juli 2011 18.30 Uhr mit Thomas Renkenberger als Gast

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Photos: Jürgen Maier

Das Gespräch mit Klaus Riedel, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Waiblingen musste aufgrund aktueller dringender Ereignisse von seiner Seite aus leider abgesagt werden.

Das Offene Forum fand trotzdem statt und wurde von Jens Löwe moderiert.

 

Beschäftigte vom "Haus der Geschichte" finden sich kurzfristig angekündigt im Rahmen eines Betriebsausfluges am Pavillon ein. Zuvor hatten sie das "Turmforum" besucht und sich über die dort vorgestellten Planungen zu S21 informiert. Peter Grohmann begrüßte die Gäste, Klaus Gebhardt beantwortete deren Fragen und nahm aus Sicht der Parkschützer und der K21- Befürworter Stellung.

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Photos: Kurt Grunow

Der neu gewählte Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen des Wahlkreises 14 kommt vor der Großdemo auf einen Spontanbesuch beim Pavillon vorbei. Schon bald ist Renkonen, der für die Grünen im Umwelt- und im Verkehrsausschuss sitzt, umringt von BürgerInnen, die ihn mit brisanten Fragen zum Stresstest und zur Volksabstimmung zu S21 konfrontieren. Vorrangiges Thema sind nach wie vor die falschen Kostenangaben der Bahn und die jetzt beantragte doppelte Grundwasser-Fördermenge.

Nach der Demo und Menschenkette rund um den Hauptbahnhof, lädt Hening Zierock wieder zum Offenen Forum am Pavillon ein.

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Fotos: Karin Rehm

Dr. Jürgen Maier bei der Eröffnung der Ausstellung "Paul Bonatz und sein Wirken am Beispiel des Stuttgarter Hauptbahnhofs", die sich zum Ziel gesetzt hat, bestehende Missverständnisse auszuräumen und die Besonderheiten der Architektur des Stuttgarter Hauptbahnhofs herauszuarbeiten.

Darüber hinaus behandelt die Ausstellung einen weit weniger bekannten Aspekt des Kulturdenkmals: seine besondere Rolle in den Zeiten politischen Umbruchs von 1914 bis heute.

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Fotos: Harry Walter

Egon Hopfenzitz, 14 Jahre Bahnhofsvorsteher in Stuttgart, berichtet im Rahmen des Projekts Oral History/Bahnhofsgeschichten

Der schönste Satz von Herrn Hopfenzitz: "Wer etwas von Bahn und Bahnverkehr versteht, ist gegen Stuttgart 21. Nur wer nichts davon versteht, ist dafür." Weitere Details unter dem Programmpunkt "Oral History"

 

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Fotos: Jürgen Maier

weitere Bilder:

Bilder von Alexander Schäfer auf Picasa

 

Das Künstlerduo Sylvia Winkler/Stephan Köperl sorgte mit der Musik-Performance "Gelegenheitsverkehr", in der es um die Weltläufigkeit des Zentralen Omnibusbahnhofes ging, für beste Laune.

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Photos: Harry Walter

 

Kultur-AK der Parkschützer

Der Autor Gunter Haug liest aus seinem S21-Krimi "Pumpensumpf"

 

Die Phantasie des Widerstands gegen „Stuttgart 21“ zeigte sich schnell und auf beeindruckende Art und Weise an der Kunst am Bauzaun, bzw. dem Bauzaun als Kunst, der prompt ins Museum wanderte. Und zeigt sich weiter an den Bannern und Schildern, entsprechend gestalteter Jacken, Hüte, Buttons, Sticker und Plakaten und vielem mehr, was von euch auf den Demos und Blockaden so mitgeführt wird. Einen Teil davon, würden wir gerne im und am Pavillon präsentieren. In einer ersten gemeinsamen Ausstellung, wollen wir uns auf alles, was als Protestzubehör bezeichnet werden kann, konzentrieren. Alles, was mit Liebe, Witz, Sinn und Verstand individuell von euch gestaltet worden ist: Gegenstände, Gedanken, Sprüche und Gebete, die für euch besondere Bedeutung gewonnen haben: Bestimmte Banner und Buttons, Rücksäcke, Sitzunterlagen, Trinkflaschen, Hüte, Jacken, Megaphone usw.

Kontakt: Karin Rehm und Andreas Mayer-Brennenstuhl (vorwiegend freitags und samstags im Pavillon)

www.unser-pavillon.de

 

Die Gruppe "Stuttgart international - Stuttgart 21 ist überall" stellt sich mit der Illustration anderer europäischer Bahn-Großbauprojekten am und im Pavillon der Öffentlichkeit vor.

Im Suza-Tal in Italien, der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke Turin - Lyon und im Baskenland sind ebenfalls gigantische Bahn-Bauprojekte geplant, die ähnlich wie die Neubaustrecke zwischen Stuttgart und Ulm in keinem direkten Nutzen für die Bevölkerung stehen. Im Gegenteil riesige Schäden an Natur, Ökologie, Geologie und Bahninfrastruktur für Bahnreisende nach sich ziehen. In diesen Regionen regt sich seit Jahren und Jahrzehnten (im Suza-Tal seit 20 Jahren) massiver Widerstand von Seiten der Bevölkerung.

Vorangetrieben werden diese großen Infrastrukturprojekte vom ERT (European Round Table), einer Vereinigung der 45 größten europäischen transnationalen Konzerne, welche Strategien zum Transport der Wirtschaftsgüter der europäischen Metropolen verfolgt und ein europäisches Mega-Schienen- und Hochgeschwindigkeitsnetz durchpeischt, das den ungehinderten Durchfluss von Waren gewährleisten soll.

Der ERT ist der größte Lobbyist innerhalb der EU und hat mit der Europäischen Kommission das Megaprojekt Transeuropäische Netze (TEN) auf den Weg gebracht.

Hier der komlette Text als pdf zum download.

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Fotos: Thomas Puls

"Baumführung PLUS" mit Bruno Baumann

Treffpunkt bei den Widerstandsbäumen bzw. "Unser Pavillon"! Dauer: ca.1,5 Stunden. Danach gibt es genügend Zeit um zu "seiner" Schwabenstreich-Hocketse zu kommen.

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Fotos: Karin Rehm

Diese Woche findet am Dienstag um 18.00 Uhr die Premiere der Dokumentation von Paulo del Bagnos "Aufstand Teil 3" statt. Danach ist genügend Raum zum Spinnen und Vernetzen bis zirka 20.00 Uhr. Kontakt: Lino Ciriello und Thomas Renkenberger.

 

"Rundgangsheft für den Schlossgarten - enthält sämtliche aus den Zertifikaten bekannten Beschreibungen zu 38 Baumarten. Dazu gibt es eine aktuelle Baumartenliste und eine Rundwegkarte.... "

 

Henning Zierock stieß auf zahlreiche diskutierende Gäste vor dem Pavillon und beschloss spontan sein "Offenes Forum" bei uns aufzubauen.

Die Volksabstimmung, Strategien des Widerstands, neueste Informationen aus der Politik und der Wunsch nach unserem Pavillon bis zum Ende des Kampfes gegen S21 waren alles Themen, die von den Leuten angesprochen wurden. Der Widerstand wäre gescheitert, wenn bei einer Volksbefragung die Mehrheit der Stuttgarter Bürger sich für S21 aussprechen würden, trotz aller guten Argumente dagegen. Darauf sollten wir unsere Energien verwenden, sie bündeln und klare Strategien erarbeiten, auch was die im Herbst kommende Volksabstimmung angeht. Eine landesweite Abstimmung über die Neubaustrecke "Stuttgart-Ulm" wurde als sinnvoll erachtet. Eine Volksabsstimmung gegen S21 würde mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit, auch wenn nur die Stuttgarter das entscheiden hätten, am viel zu hoch angesetzten Quorum scheitern müssen. Das trieb die Leute um und auch, was vom Stresstest zu erwarten ist?

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Fotos: Karin Rehm

"Buttonwerkstatt II":

Nach eigenen Vorstellungen und mit erweitertem Repertoire an Vorlagen konnten erneut "kultige" kleine Buttons mit Judith Anke und Karin Rehm (SOUP) am Pavillon hergestellt werden.

Parallel dazu fand von 14.00 bis 17.00 Uhr die "Baumführung Plus" im Mittleren Schlossgarten mit Bruno Baumann statt.

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Fotos: Karin Rehm

Um 18.00 Uhr lud Alexander Schäfer zur Ausstellungseröffnung "Die Bürgerbewegung im Fokus - 10 Monate rund um den Widerstand gegen Stuttgart 21" ein. Ausstellungsort: medialink GmbH, Nesenbachstr. 48, 70178 Stuttgart. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 11.00 bis 18.00 Uhr. Ausstellungsdauer: bis Fr. 1. Juli.

 

Vernissage - 10 Monate Bürgerbewegung gegen Stuttgart21

 

"Oral History" - Bahnhofsgeschichten - Erzähllust im Pavillon

mit Peter Conradi als Gast: Warum fragt sich die ganze Welt, was ist eigentlich mit den Stuttgartern los?

Sehr unterhaltsam schlug Peter Conradi den Bogen vom Trümmerbähnle 1947 über den Sonderzug des Bundeskanzlers auf Gleis 1 und einer Attentatsdrohung in den 1970er Jahren bis zur schönsten deutschen Stadteinfahrt in den heutigen Kopfbahnhof als „Tor zur Welt“ in dem jeder Stuttgarter mindesten einmal in seinem Leben war. Die „Conradi“-Hochhäuser der Eisenbahner regten zu einem interessanten Ausflug in die Geschichte des Galgenbuckels an. Die Erzählrunde endete mit den uns unter den Nägeln brennenden Fragen - Leistungsfähigkeit des Bahnhofs, Stresstest, direkte versus repräsentative Demokratie und das verfassungsmäßige Recht der Städte auf Selbstverwaltung: Wer also darf über den Stuttgarter Bahnhof abstimmen?

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Fotos: Beate Ehrmann

Mit unserer Oral - history Reihe wollen wir zeigen, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof nicht bloß eine Gebäudehülle zum Abreißen und Abreisen bedeutet, sondern eine Welt voller Geschichten, voll mit Bildern, Tönen, Gerüchen, Träumen und Sehnsüchten. In unserem Pavillon im Park kommen wir erzählend ins Reisen und streifen so auch andere Orte und Zeiten. Mitmachen können alle, die Lust auf Geschichten, Mut zum Erzählen und Muse zum Zuhören haben. Zu jeder Veranstaltung ist ein spezieller Gast eingeladen, seine Bahnhofsgeschichten zu erzählen. Insbesondere sammeln wir Geschichten rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof aus allen Zeiten, deshalb kann, wer nicht selbst erzählen will, seine Erlebnisse aufgeschrieben abgeben, sie werden in der Erzahl-Runde von der Moderatorin Beate Ehrmann vorgelesen. Die Reihe findet jeden letzten Mittwoch im Monat zur gleichen Uhrzeit statt. Weitere Termine: 29. Juni und 27. Juli 2011

 

"der Pavillon schläft"

Derzeit ist "UNSER PAVILLON" im Schlossgarten Innen und Außen eingesponnen in einen durchsichtigen Kokon, er scheint zu schlafen. Im Inneren eine verträumte Installation: Auf einem Video-Bildschirm, versteckt hinter durchsichtigem Gaze-Stoff läuft ein Loop, zu sehen sind S21-Gegner und Gegnerinnen, die zu Walzerklängen tanzen, nachdem bekannt wurde, dass Hany Azer, der Chefplaner von S21 zurückgetreten ist, daneben erstrahlt ein historisches Bahnhofsmodell in sanftem Licht. Durchatmen und weiterkämpfen.

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Fotos: Karin Rehm

 

"Der Pavillon tanzt Walzer - Video von Andreas Mayer-Brennenstuhl"

 

Wegen letzter Renovierungsarbeiten vom 16. – 22. Mai hatte der Pavillon in dieser Zeit keine Publikums- Öffnungszeiten. Dafür gibt es viel Programm und Workshops beim 1. bundesweiten Widerstandscamp 20. bis zum 24. Mai 2011 und der Kampagne “Aus!Sitzen” - siehe: www.baustopp-selber-machen.de Samstag 21. Mai ist der Pavillon aber nach der Demo geöffnet! Ausstellung und Information ab ca. 16.00 Uhr In der Woche vom 23. – 29. Mai ist der Pavillon zu den üblichen Zeit wieder geöffnet.

 

Friedrich Kübler von Kübler Solar-Power präsentierte Solartechnik am Pavillon.

Das Highlight der Vorstellung war eine Solaranlage (300Wp - 550Wp) die direkt an eine X-beliebige Steckdose im Haus, in der Wohnung, auf dem Balkon, in der Garage angeschlossen werden kann. Man kann mit einer kleinen Anlage anfangen und später Problemlos weiter ausbauen. Die Anlage reduziert den Strombezug, der Zähler läuft langsamer um den Stromertrag der von der Solaranlage erzeugt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt der Vorstellung war ein Windrad mit Sonderflügel, das leiser ist als der Wind selber, somit ist dieses überall aufstellbar. Das Windrad kann mit dem integrierten Laderegler am Akku mit 12/24/48V oder am Netz über einen Wechselrichter betrieben werden.

Im Pavillon selber wird der Strom mit Stromgenerator, Solar, Akku, und Wechselrichter/Lader erzeugt. Das Design, die Funktionsweise, die Komponenten wurden erklärt und am Beispiel der Beleuchtung bzw. durch das Laden des Akkus eines Elektrofahrrades demonstriert.

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Fotos: Kübler Solar

Vortrag und Diskussion mit Yvonne P. Doderer: „Die ökonomisierte Stadt“

Prof. Yvonne P. Doderer, freie Architektin, Stadtforscherin und Betreiberin des „Büro für transdisziplinäre Forschung und Kulturproduktion“ in Stuttgart, thematisierte heute im PAVILLON die "Ökonomisierung von Stadt”. Anhand breit recherchierter Fakten zeigte sie dabei auf, wie Modernisierungs- und Zukunftsversprechen seitens der Projektbetreiber und potentiellen Investoren im Rahmen von Stadtplanungsprozessen auf stadtpolitische und ökonomische Realitäten treffen, die eine ganz andere Sprache sprechen. Anstelle einer demokratischen und am Gemeinwohl orientierten Stadtpolitik tritt die Ökonomisierung von Stadtgesellschaft und Stadtentwicklung als Folge einer Politik, die derzeit auch in Stuttgart im Zusammenhang mit dem Projekt S21 zum Tragen kommt. Deutlich wurde dabei, dass dieses Projekt nicht ein Bahn- sondern ein Stadtentwicklungsprojekt ist, das primär von derartigen ökonomisch orientierten Perspektiven geprägt ist. Die mit dem Bau des neuen Stadtviertels versprochen “Visionen für die Zukunft” sind daher kritisch zu hinterfragen, Alternativen sind aufzuzeigen. In der folgenden Diskussion wurde auch deutlich, dass hier akuter Handlungsbedarf für die Widerstandsbewegung besteht, will man verhindern, dass hier Investoren-Interessen und ökonomischen Präferenzem die städtbaulichen Chancen auf eine demokratische und partizipatorische Stadtentwicklung auf Dauer unmöglich machen.

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Fotos: Andreas Mayer-Brennenstuhl

Wolfgang Menauer hielt heute seinen Vortrag "Planung als interaktiver Prozess urbaner Entwicklung" im Pavillon. Er sprach über Planungskonzepte die es ermöglichen die Bürger nicht nur zum Schein zu beteiligen!

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Fotos: Elmar Fässler

e-Partizipation, e-Bürgerdienste und Beteiligungsserver finden sich im Netz zuhauf. In der bisherigen Stadtentwicklung dienen sie lediglich der Bereitstellung von Ausschreibungstexten, Formularen oder Plänen. Meist dreht es sich aber nur darum, die Planung der Öffentlichkeit bekannt zu machen und den Bürger über den aktuellen Stand zu informieren – der Pflicht Genüge zu tun.

Wie wäre es stattdessen, die Bürger zu begeistern? Zu zeigen, dass sie gefragt sind. Mit ihren Ideen und ihrer Mitarbeit – für eine lebendige, bürgernahe Stadt! Möglichkeiten schaffen, gemeinschaftlich zu planen – Stadtplaner mit Bürgern - für Bürger. Davon profitieren alle – und die Stadt in der wir leben. Das Knowhow Vieler nutzen, genauso wie die Kompetenz Einzelner - durch offene, andauernde und aktive Beteiligung – von Anfang an.

 

Im Pavillon waren aktuell diverse Original-Aquarelle von Angela Hermann ausgestellt. Vielen Montagsdemo-Teilnehmern sind ihre Motive des Stuttgarter Schloßparks von unmittelbar vor- und nach dem 30.9. bereits vertraut durch eine von der Künstlerin selbst produzierte Postkarten- Edition, die sie während der Demos zum Kauf angeboten hatte. Den so erzielten Erlös von gut 1000 Euro hat sie an die Parkschützer gespendet. Die nun erstmals ausgestellten Originale sollen in nächster Zeit versteigert werden, um möglichst signifikante Beträge zu erzielen, die sowohl der Prozesskostenhilfe, als auch der Refinanzierung des Pavillons zugute kommen werden.

 

Der Solarenergieberater und Mentor für Bürgerengagement Karl Braig, präsentiert den Parkbesuchern sein melonengelbes Elektroauto, dessen Batterie an jeder haushaltsüblichen Steckdose mit Strom aus regenerativer Energie aufgeladen werden kann. Für die Besucher des Pavillons bereitet er - mit freundlicher Unterstützung von Sabine Leitz - auf einem Parabol-Solarkocher Gemüsesuppe zu und räumt mit den Lügen der Atomlobbyisten zu erneuerbaren Energien auf, die über die Medien verbreitet werden.

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Fotos: Thomas Igler

Infos zur Propaganda der Atomlobby sowie diverse Links zu Energiethemen

 

Zwei Schönheiten in strahlendem Weiß trafen sich heute um 11 Uhr im Stuttgarter Schlossgarten: Der "OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE" macht Station an "UNSEREM PAVILLON". Von hier aus startet die Aktion "MEHRHEIT ENTSCHEIDET". Der Omnibus wird auf seiner Tour durch Ba-Wü Postkarten verteilen, die die Bürgerinnen und Bürger an die Landtagsabgeordneten schicken können um den Super-Gau der Demokratie zu verhindern.

 

"Video: Hannes Rockenbauch im Gespräch zum Thema Volksentscheid"

 

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Fotos: Petra Weiberg

Weiterfürende Infos zum Omnibus für direkte Demokratie:

Omnibus Homepage des Omnibus-Projekts

Ein Beitrag auf Baden-TV

 

Mit Charme und Esprit überzeugte das Auktionatorenteam Petra Bewer und Walter Sittler die zahlreich zur Versteigerung der Bildelemente der "Parkbefriedung" gekommenen Zuschauer, sich aktiv an der Auktion zu beteiligen.

Die Motive des Brandenburger Tors umfriedeten seit nunmehr einem Vierteljahr die zentralste "Zeltstadt" im Mittleren Schlossgarten und markierten einen Rückzugsort für die Zeltbewohner. Dem Wunsch der Parkschützer folgend, dort nun neuen Rasen auszusäen, wurde die einstige Schutzarchitektur vor zwei Wochen rückgebaut. Mit dem Erlös wird der Rechtshilfe-Fonds der Parkschützer unterstützt werden und der Pavillon teil-refinanziert werden können.

 

"Video: Auktion Bildelemente der Parkbefriedigung - von nachtschattenstgt"

 

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Panorama: Alexander Schäfer

weitere Bilder der Aktion:

Bilder von Alexander Schäfer auf Picasa

Bilder von Thomas Igler auf Picasa

 

Thomas Renkenberger führte mit einem Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Demokratie-Gedankens in das Thema der kommenden zwei Wochen ein:"mehr Demokratie"!

Der Vortrag und die anschließende Diskussion mit dem Publikum, das sich vor dem Pavillon versammelt hatte, zeigte die notwendige Entwicklung hin zu mehr Bürgerbeteiligung auf: Renkenberger betonte dabei, dass die Demokratie der Zukunft nur eine Demokratie von unten sein kann, bei der die Bürger ihrem neu erwachten demokratischen Selbstbewusstsein Ausdruck geben können. Die Diskussionen um S21haben in Stuttgart das Demokratie-Bewusstsein neu erstarken lassen, auch die aktuellen Versuche der Parteien, insbesondere der SPD, dieses Selbstbewusstsein zu umgehen und für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, wird nicht von Dauer sein. Die demokratische Entwicklung ist nicht aufzuhalten,Thomas Renkenberger ermutigte die Zuhörer, weiter an dieser Entwicklung zu arbeiten.

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Fotos: Andreas Mayer-Brennenstuhl

Aus aktuellem Anlass und erneut unter fachkundiger Anleitung von Tomoko Arai falten Gäste des Pavillons Kraniche, um Japan symbolisch beizustehen.

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Panorama: Jürgen Klotz

Die Geigerinnen Angela Pastor und Margarita Haußmann, der Schauspieler Lino Ciriello und David Stützel mit der singenden Säge aus der Pavillonistengruppe laden zusammen mit anderen Musikerkolleginnen: Meike Brandenbusch, Connie Knapp und Regine Friederich zu einer gemeinsamen Karsamstag-Feier zur Osternacht unter dem Motto "Vom Dunkel ins Licht" ein.

Das "Stuttgarter Tor", die schwarze Stahlplastik von Thomas Lenk, wird dabei kurzerhand zur Bühne umfunktioniert und erfährt damit eine weitere Aufwertung.

 

"Vom Dunkel ins Licht"

 

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Fotos: Jürgen Klotz und Thomas Igler

 

Beate Ehrmann und Gäste erzählen sich im Rahmen des neu gestarteten Projekts "Oral history - Stuttgarter Bahnhofsgeschichten" Dinge, die weit über Stuttgart und seinen Bahnhof hinauszielen.

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Fotos: Harry Walter und Karin Rehm

 

Der Stralsunder Fotokünstler Volkmar Herre (Bildmitte) führt sein Publikum in die letzten Geheimnisse der Camera obscura ein und und fertigt nebenbei ein definitives Bild des auf dem Kopf stehenden Bahnhofsturms an.

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Fotos: Harry Walter und Volkmar Herre

 

Klaus Gebhard, der Gründer der Parkschützer, erklärt noch einmal ausführlich, warum Stuttgart 21 in allen Punkten ein Auslaufmodell ist.

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Fotos: Harry Walter

 

Vortrag von Klaus Gebhard zu S21 im Pavillon als Video auf You Tube

 

Rückbau der Parkbefriedung und Ausstellung (Begleitbüro SOUP)

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Fotos: Karin Rehm

weitere Bilder der Aktion von Alexander Schäfer von den Parkschützern:

https://picasaweb.google.com/102312444829271982174/Parkimpressionen130411#

 

Die Bildelemente der "PARKBEFRIEDUNG" werden am Sa. 30 April im Schlossgarten Stuttgart im Rahmen einer Auktion versteigert. Der Erlös ist zu Gunsten des Rechtshilfefonds der Parkschützer und zur Refinanzierung "UNSERES PAVILLONS". Die Auktion wird moderiert von Walter Sittler und Petra Bewer.

Auf www.schlossgartenfreiheit.de gibts weitere Infos zur Auktion:

http://www.schlossgartenfreiheit.de/Auktion.html

 

Gespräch zwischen den Filmemachern Sigrid Klausmann-Sittler und Hermann Abmayr

Beide sind Dokumentarfilmer, Hermann G.Abmayr ist der Regisseur des Films „Stuttgart steht auf“. Es entwickelt sich ein lebendiger Gedankenaustausch über Bedingungen und Möglichkeiten des Dokumentarfilms, über die Bürgerbewegung in Stuttgart, was sie ist und erreicht hat und was vielleicht noch werden kann.

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Fotos: Kurt Grunow

 

Das Begleitbüro SOUP (Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene) stellt seine Arbeit mit Bildern, Filmen und persönlich vor.

 

 

SOUP stellt sich vor

 

"Akrobatisches Oben bleiben" unter Anleitung von David Stützel & Co

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Fotos: David Stützel

 

Hans-Peter Zein und Ingrid Kipper zu Besuch bei "Unser Pavillon" mit ihrem Kabarettprogramm zur "Wahlnachlese": "Vorsicht bissiger Mund!"

Die Künstlerin Maria Grazia Sacchitelli befreite unter tatkräftiger Mithilfe von SOUP die schwarze Stahlplastik des Bildhauers Thomas Lenk von den letzten Resten längst vergessener Papiere. Sie werden demnächst im Pavillon zwischen Plexiglasscheiben ausgestellt werden.

Frühlingserwachen im Park und "seed balls" (engl. Samenbomben) im Pavillon bereit zur Attacke noch brachliegender Flächen.

 

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Fotos: Karin Rehm

„seed balls“ (engl. Samenbomben): Bestehend aus Tonerde, Kompost und einer Samenmischung (z.B. Wildblumen, Kräuter und Gemüse). Sie können in Beuteln oder Taschen mit herumgetragen werden und bei allen sich bietenden Gelegenheiten ausgebracht werden. Durch den Anteil an Erde und Lehm können die Samen lange Zeit überdauern und geeignete Umwelt- und Wetterbedingungen abwarten. Ist es feucht genug, keimen die Samen und der „Seedball“ platzt und bietet dem Keimling Wachstumsbedingungen. „Seedballs“ eignen sich hervorragend, um auch an unerreichbaren Stellen Pflanzensamen zu deponieren.

Für sichere und sichtbare Erfolge ca. 10 „Seedballs“ pro Quadratmeter rechnen.

Mit einer größeren Menge können sogar brachliegende Flächen wieder belebt werden!

(http://www.gruenewelle.org/seedballs_de.html)

 

So werden sie gemacht:

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Fotos: Karin Rehm

 

Der Künstler und Autor Ralf Homann aus München vermittelte über einen eigenen UKW-Sender seine Picknickphilosophie an die Parkbesucher und ließ nebenher den Grill für sich arbeiten.

Die Künstlerin Maria Grazia Sacchitelli befreite das "Stuttgarter Tor" des Bildhauers Thomas Lenk aus dem Jahre 1977 von längst vergessenen Papieren. Die behutsam geborgenen Reste werden demnächst im Pavillon präsentiert.

Parkschützeraktivisten luden zu einer exklusiven Führung durch den Mittleren Schlossgarten zu den geschmückten Bäumen ein.

 

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Fotos: Karin Rehm und Harry Walter

 

Tomoko Arai und Manfred Wetzler falten am Pavillon mit Besuchern des Schlossgartens "Kraniche für Japan" aus Papier.

Einer japanischen Legende nach gewähren die Götter demjenigen der 1000 Kraniche faltet, einen Wunsch. Sehnsuchtsvoll begleitet die singende Säge von David Stützel die stillen Wünsche der kranichfaltenden Gäste des Pavillons.

 

 

 

Anleitung einen Kranich zu falten

 

Mappschiedsfilm von Manuel Vowinkel

 

Mappschiedsfilm from Manuel Vowinkel on Vimeo

Idee, Kostüm: Fritz Mielert, Kamera und Schnitt: Manuel Vowinkel, Musik: Thorsten Puttenat

 

Buttonwerkstatt mit Judith Anke und Karin Rehm (Begleitbüro SOUP):

Jeder konnte seine eigenen Buttons zu den Thematiken rund um "Unser Pavillon" gestalten. Es standen Motive und Begriffe wie: Demokratie, Bahnhof, Schlossgarten, Fernsehturm, Bäume, Park, Stadt und eine Krone, neben Scheren und Stiften zur Verfügung.

Im Hintergrund: Parkschützeraktivitäten, wie "Wassermanagement", Jonglieren, "Kinderschminken", Musik und eine Spielstraße.

 

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Fotos: Karin Rehm

 

Gesprächsrunde mit Fritz Mielert von den Parkschützern über die bevorstehende Landtagswahl und wie es danach mit dem Widerstand weitergeht. Im Anschluss offener Trommelkreis mit Christoph Haas.